Politik

Vorfall an Grenze zu RumänienUkrainische Drohne explodiert nahe wichtiger Pipeline in Bulgarien

08.08.2026, 15:34 Uhr
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Laut Radew handelt es sich nicht um eine Hobbydrohne. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Bulgariens Ministerpräsident Radew schlägt Alarm. Nahe der Grenze zu Rumänien stürzt eine Drohne ab. Nicht weit entfernt liegt eine Anlage der Transbalkan-Pipeline. Später stellt sich heraus: Die Drohne stammt aus der Ukraine.

Im Luftraum des Nato- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine ukrainische Drohne eingedrungen und explodiert. Die erste Analyse der Reste des Flugobjekts, das rund 100 Meter von der rumänischen Grenze entfernt explodierte, zeigte Angaben des bulgarischen Verteidigungsministeriums zufolge, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Lockdrohne Maja handelte. Dieser Drohnen-Typ werde von den ukrainischen Streitkräften häufig verwendet, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass der Vorfall vorsätzlich gewesen sei.

Der Explosionsort liegt laut dem bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew in unmittelbarer Nähe kritischer Energie-Infrastruktur. Er sei nur 1000 Meter von der bulgarischen Kompressorstation der Transbalkan-Gaspipeline und 200 Meter von der dazugehörigen rumänischen Station entfernt. Die Transbalkan-Pipeline verbindet die Türkei mit der Ukraine. Opfer gab es Radew zufolge nicht. Die Drohne sei in ein Sonnenblumenfeld gestürzt, fuhr Radew fort.

Das unbemannte Fluggerät sei zuvor weder im bulgarischen noch im rumänischen Luftraum entdeckt worden. Dies bestätige, dass die Ortung von Drohnen eine Herausforderung bleibe, sagte Radew. Er verwies auf Verzögerungen bei der Lieferung von Präzisionsradaren für die Armee und kündigte an, die Sicherheit strategischer Standorte und die Überwachung der Grenze zu verstärken.

In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Vorfälle mit Drohnen in osteuropäischen Nato-Ländern, die die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen. Rumänien, das häufig mit Drohnenüberflügen konfrontiert ist, ordnete Ende Juli die Ausweisung eines Mitarbeiters der russischen Botschaft an. Russland greift immer wieder ukrainische Häfen an der Donau an, die direkt an der Grenze zu Rumänien und damit in der Nähe Bulgariens liegen.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/rts/dpa

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